Die Matrix
Gratis bloggen bei
myblog.de

navigation

Startseite
BlaBla
Die Royo-Stories
Die Zähmung
In Oz
Evolution
Der Avatar als Spielfigur (RPGs)
Zannalee's Spiegelkabinett
THE HUMAN BODY - Das Spiel
Hexengeschichten
Kristalle
Kristallsplitter
Katzengold
Fanfictions
Lebendige Bilder
Soundtrax
Archiv
Die Auserwählten
DIE MATRIX - Die Absicht
DIE MATRIX - Features
Neo online
Die Zähmung (Das Feature)
Pipeline
Teleporter
Gästebuch
Kontakt
Abonnieren

design © oKashi
host @ myblog
Der Auftrag
oder: Die Beschreibung der Matrix


* Eine Eskalation von BeautifulExperience *


Schreiben ist wie Einloggen in die Matrix - im Bewusstsein, dass die Dinge formbar und die Bedingungen des Systems nur insoweit festgelegt sind, wie unser Geist bereit ist, sich ihnen zu unterwerfen. Schreiben ist also nicht nur Eintauchen in die Matrix; Schreiben verändert die Struktur der Matrix mit Hilfe dessen, was wir als "Phantasie" zu bezeichnen gelernt haben. "Phantasie" wird gerne unterschätzt und belächelt in unserer zweckorientierten Gesellschaft. Doch Phantasie ist nichts anderes als Seelenkraft, und Seelenkraft ist nicht nur das, was uns selbst antreibt, sondern das, was die ganze Welt im Sein hält. Darum wird Schreiben nicht nur zum meditativen, sondern zum schöpferischen Prozess - umso gestaltender, je mehr man sich von sich selbst entfernt.
Die Matrix-Filme haben hier für die breite Masse Türen geöffnet, die zumindest neue Aussichten zulassen und je nach "persönlicher Kraft" durchschritten werden können. Neue Denkweisen lassen neue Richtungen zu, und neue Richtungen ermöglichen neue Handlungen. Dadurch kann jeder Mensch zu Neo werden, jeder ist potentiell der Auserwählte, wenn er bereit ist, seinen Auftrag anzunehmen.
Der Auftrag ist mit Geburt festgelegt, eingebettet in Seele und Körper, aber die Ausgestaltung des Auftrags liegt im Rahmen der persönlichen Freiheit. Ich schreibe, um mich diesem Auftrag anzunähern, um ihn zu finden... und ich schreibe, um mein Handeln zu gründen und zu verstärken - bis zu dem Punkt, an dem mein Handeln nicht mehr "mein" Handeln ist.
Bin ich dann ganz weit weg von mir, bin ich auch ganz bei mir selbst, und hier beginnt sich die Struktur der Matrix zu verändern, auszugestalten, umzugestalten: Ein völlig neues Gesetz fließt ein, machtvoll, grenzenlos, unglaublich flexibel. Der Auftrag vermittelt sich dann ganz ohne Worte, und ich schwimme wie ein Fisch im Wasser.
Die Grundannahme des Konstruktivismus lautet: Die Welt ist nicht so, wie sie ist; die Welt ist immer so, wie wir sie beschreiben.
Beschreibe ich die Welt auf eine bestimmte Weise und glaube ich an diese Beschreibung, wirkt diese Beschreibung auf die Welt zurück und verändert sie.
Dann gehe ich noch einen Schritt weiter: Unsere Welt ist nichts weiter als eine beschriebene Welt. Ergo: Eine beschriebene Welt lässt sich jederzeit anders beschreiben - durch jeden Einzelnen von uns.
Folglich: Ich selbst formuliere meine Welt, meine Zeit, mein Selbst, meine Wahrnehmung der Welt, und ich schreibe und be-schreibe die ganze Zeit. Ändere ich die Beschreibung der Welt mit Hilfe der mir innewohnenden Seelenkraft, meiner Phantasie, so ändere ich die Bedingungen meiner Welt und verforme die Matrix.
Angenommen, ich bin von Beginn, von Geburt an ganz tief in der Matrix - könnte mein eigentlicher Auftrag dann darin liegen, durch meine Art des Handelns, durch mein Schreiben aus der Matrix auszubrechen, um jenseits dieser Matrix mit neuen Lungen eine neue Luft zu atmen? Ganz in der Tradition von Sri Aurobindo und Satprem mit dem Bild seines Goldfischglases?
Es wird eng, es wird beinahe unerträglich in unserer von alt her beschriebenen Welt. Das Leben erscheint mehr und mehr hohl und sinnleer, zudem bedroht von einer Vielzahl an Gefahren, und Hilfe ist innerhalb der Matrix nicht in Sicht: Wir sind vollkommen alleine. So stellt sich das Leben im Augenblick dar, und so scheint es von jeher gewesen zu sein: Geburt...und irgendwann Tod, völliges Vergessen.
Aber dieses "Leben" ist das gegenwärtige Leben (in) der Matrix, und es tut not, ein neues Leben zu beschreiben: Ein Leben, das sich wirklich Leben nennen kann. Diese neue Beschreibung findet sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Matrix statt. Dabei stellt meine Beschreibung von innerhalb der Matrix einen sehnsuchtsvollen Ruf, eine dringliche, mit jeder Faser des Seins empfundene Bitte nach Veränderung dar, und dieser "Ruf" führt eine direkte Intervention von etwas herbei, das sich außerhalb der Matrix befindet und intuitives, vollkommenes Wissen besitzt. Geschieht diese Intervention, dann erfolgt eine Beschreibung der Matrix auch von außerhalb, und die Bedingungen des Systems erhalten eine neue Grundlage, was zu einer totalen Veränderung führen kann.
Ist mir nun klar, was ich zu tun habe?
16.5.09 17:53
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen