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Die Royo-Stories: Spikes

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Spikes enthält ein Sample aus The Manhattan Diaries

Inspiriert von "The Announcement" von Luis Royo

Für Tanja


"What is this new xhaltation that I just can't xplain?
What r these new inspirations that I can't get out my brain?
How am I gonna sleep with this feelin' rushin' all thru my veins?
Get up, come on let's do something
Don't u wanna go get saved?"

Prince, The Word



An-Cin war sehr lange Sklavin der Deelay. Sie hatten die Gedankenkontrolle bei ihr bis zum Exzess getrieben, die Spikes wirkten bei ihr fast wie eine mutierte Krone, und ihr Körper wies unzählige Verletzungen auf, Spuren der immer neuen Vergewaltigungen der Deelay. Doch die Zeit stand nicht still, und siebenhundertneunundsiebzig Sonnen unter den Spikes hatten An-Cin neue Möglichkeiten gezeigt. An-Cins Iris hatte sich von einem warmen Braunton zu einem hellen Blau gesteigert, und der Neunmond hatte ihr das erste echte Gefühl seit Ewigkeiten erlaubt. Ihr Hass war grenzenlos, und ihre Macht erstreckte sich inzwischen weit über ihren Körper hinaus.

Von all dem ahnten die Deelay nichts. Die Spikes kontrollierten alles innerhalb des Frames, ihres Bodies, doch sie schlugen nicht aus bei der Erweiterung ihrer Grenzen. An-Cins Wanderungen wurden nicht registriert, es gab keinerlei Aufzeichnungen, und so bereiste An-Cin Welten, deren Fremdartigkeit sich nicht einmal die Deelay vorstellen konnten.
Die Deelay waren seit jeher Planetenplünderer gewesen, Freibeuter degenerierter Systeme, und sie fielen wie Heuschrecken über An-Cins Sonnensystem her, als die Zeit gekommen war. Sie nutzten die Männer als Nahrung, töteten und komprimierten sie für ihre Hallen des Fleisches. Alle weiblichen Wesen wurden verschleppt, als Sklavinnen gehalten, und die Shai dienten ihnen als Brutstätten für ihre höllische Nachkommenschaft, der Schöpfung einer neuen, unsterblichen Rasse.
Die Spikes hielten die Frames der Shai außerhalb der Zeit, und so war eine Shai in der Lage, Hunderten der Deelay ins Dasein zu verhelfen. So waren die Shai nahezu unsterblich, doch der Preis waren die Träume: Mörderische Träume, die jedes Gefühl sterben ließen und oft in Wahnsinn endeten, und dann wurden die Shai nutzlos und endeten wie ihre Männer in den Hallen des Fleisches.

An-Cin hatte all ihre Träume geträumt, und in einem der Träume - als sie all diese Schrecken beinahe nicht mehr ertragen konnte und ihr Licht erlöschen sah - hatte sie die Tür gefunden. Die Tür war rot wie Blut, doch da war kein Knauf, keine Klinke, um sie zu öffnen. Doch An-Cin spürte den Verstand, die Angst des Wesens auf der anderen Seite der Tür, und die Angst dieses Wesens war ähnlich groß wie ihre eigene.
Die Bluttür war ihre einzige Chance, den Schatten der Deelay zu entkommen, und An-Cin konzentrierte all ihre verbliebene Seelenkraft, um das Wesen gegenüber fühlen zu können. Dieses Wesen war ebenfalls eine Shai, und sie bewegte sich in ihren Träumen. Die Organismen in den durchsichtigen Kästen waren den Deelay ähnlich - kleiner, nicht so komplex. Aber die Schwingungen waren die Gleichen.
Reptilien und Echsen waren die Etiketten im Verstand der Fremden, und die Bilder ihrer Erinnerungen waren voller Kraft und Schönheit:

Ich ließ meinen Blick über die Aussichtsplattform schweifen und bemerkte am anderen Ende eine Bewegung, die mich irritierte. Während Tanja und Bo immer noch das Funkeln des Sonnenlichts auf den Wasserspeiern des Chrysler Buildings betrachteten, drängelte ich mich durch das Gewühl auf die andere Seite mit dem Blick auf East River und Brooklyn, und auf der kleinen Fläche der Betonmauer jenseits des Geländers bemerkte ich die schwarze Taube. Ich konnte kaum glauben, dass sie sich in dieser Höhe aufhielt, und ich sah diese Taube mit einem Mal mit ganz anderen Augen als die Tauben, die ich aus den Fußgängerzonen kannte. Ein so mutiges kleines Wesen, frei von Angst vor dieser schwindelerregenden Höhe, und als ich in ihr kleines schwarzes Auge blickte, hatte ich das Gefühl, dass auch sie mich anschaute und bewusst wahrnahm. Das war der Moment, in dem mich ihr Auge in sich aufnahm, und als sie sich flügelschlagend von der Mauer abstieß, konnte ich nicht nur die Stadt unter mir, sondern auch mich selbst sehen, wie ich mit leerem Blick dastand, meine Haare bewegten sich im Wind. Ich ließ mich ein wenig im Wind fallen und fühlte das kaum vorhandene Gewicht meines neuen Körpers, um mich schon im nächsten Augenblick von einem Aufwind empor tragen zu lassen bis hoch zur Spitze des Empire State Buildings, und mit meinen Flügeln fing ich die Sonnenstrahlen ein. Da wurde mir schlecht und ich fiel, und als ich Tanjas Umarmung spürte, atmete ich aus und fühlte gleichzeitig ihren sanften Kuss im Nacken. Ich drehte mich um und sie lächelte. Bo aber hatte den Blick nach oben gerichtet und beobachtete die Taube.


Der Planet Erde war die erste Welt, die An-Cin auf ihren Wanderungen bereiste. Dieser Planet war eine der schönsten Welten, die sie je gesehen hatte - degeneriert, aber machtvoll genug, den eigenen Herzschlag wiederzufinden.
Andere Welten waren anders, und alle zusammen vermittelten ihr alles Wissen, das sie brauchte, um der Sklaverei ihres Frames zu entkommen. Die Spikes formulierten nicht länger die Grenzen, und mit der wachsenden Macht ihres Geistes gewann An-Cin nun die Macht über ihren Körper zurück.
Es war nicht schwer, die Materie der Spikes wie all ihrer Fesseln im Kern umzugestalten, die Schwingungen zu verändern und dennoch den äußeren Anschein zu wahren.
Nun war sie wach.
Zeit, um zu töten.
20.5.07 21:33
 


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