Die Matrix
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Evolution

Evolution

Die Zähmung (Startup)

Was ist ein Adventure?
Ein Adventure ist etwas Unberechenbares, etwas Unwägbares, etwas, das jeden Augenblick neu ist und sich ständig verändert.
Ein Adventure ist...ein Abenteuer.
Ja, es ist etwas, das in der Lage ist, dich über deine eigenen Grenzen hinauszutragen, dich Neuland entdecken zu lassen, deine Seele zu spüren.
Ja, was ist ein Adventure?
Ein Adventure ist soul power, etwas Ungreifbares, Unsichtbares, aber sehr gut Fühlbares. Etwas, das dich lebendig und wach macht, deine Leidenschaft weckt und dich so sehr begeistert, dass du dich voll und ganz auf dieses Abenteuer einlassen kannst.
Ein Adventure ist immer Teil von dir und doch noch viel mehr, denn es weckt und stillt deine Sehnsucht: Es ist das, was deine Seele will, und deine Seele ist das, was dich ausmacht, was dich trägt, was dich auffängt und über alle Möglichkeiten hinaus anspornt.
Dieses Abenteuer lässt Dinge möglich werden, die unmöglich sind, denn es erweitert dein Denken. Es lässt dich an das Unmögliche glauben, und dadurch macht es das Unmögliche möglich.

Die Zähmung ist ein Adventure. Dieses Abenteuer bewirkt einen Zauber, und dieses Leben ist voller Magie.
Dieses Leben ist ein Dschungel, wild und voller Gefahren, voller Schönheit - und wenn du bereit bist, wirst du allem begegnen können.


Die Zähmung stellt Fragen:

Was macht dich aus?
Was treibt dich an?
Was lässt dich atmen?
Was ist das, was du aus deinem tiefsten Herzen willst?

Und:

Bist du bereit?

Bist du bereit, dich auf etwas vollkommen Neues einzulassen und alles zu vergessen, was du gelernt hast?


Die Zähmung ist ein Adventure.
Die Zähmung führt dich an deine Grenzen - und darüber hinaus.
Die Zähmung ist unmöglich.

Dies ist die Zeit der Raubtiere.


Die Geschichte: Doltschin - Die anderen Seiten der Wirklichkeit
Die Gegenwart: Das Nest
Die Zukunft: Das Ende der Träume

Die Initiation: Der Kuss
Die Musik: Der Soundtrack
Der Film: Apocalypto

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

*



In Oz bin ich den Doltschins zum ersten Mal begegnet. Tania begegnete mir viel früher. Ich glaube, ich habe sie schon immer gekannt, aber erst später in der Zeit wurde mir bewusst, zu welchem Geschlecht sie gehörte.

Jetzt, nachdem die einundzwanzig Teile der Geschichte Doltschin - Die anderen Seiten der Wirklichkeit im BUCH DER TRÄUME komplett überarbeitet sind, ist es endlich Zeit, mit dem lange geplanten Adventure anzufangen.

Die Zähmung wird in der MATRIX stattfinden, und das ist ein großes, ein gewagtes Unterfangen. Manche Bestien lassen sich nicht zähmen, und der Dschungel ist nach wie vor unberechenbar. Doch wer mit den Doltschins ein wenig vertraut ist, weiß zumindest in etwa, auf was er sich einlässt.
Taucht noch einmal ein in die Welt CORAZONS, betretet erneut den INNEREN KREIS und macht euch bereit, irgendwo in den Tiefen des Dschungels den Noggtas zu begegnen.

Die Zähmung wird mehr sein als ein gewöhnliches "RPG". Sie wird mich zugleich für Das Ende der Träume inspirieren, und wer bereits den Prolog Das Nest gelesen hat, kennt den Zeitpunkt der Wiedergeburt Keomas und weiß, welchen Schrecken er hinter sich lassen musste, um wieder den Dschungel zu betreten.
Die Rauchsäule steigt immer noch gen Himmel, aber das Vergangene ist vergangen, und was zählt, ist nur noch das Jetzt.

Jetzt entscheidest du, wer du sein willst, wenn Die Zähmung beginnt:

Fühlst du dich wohl in der Haut von Zoran?
Gehörst du zu den Priesterinnen und gefällst dir darin, als Mirella jeden Mann, der dir begegnet, um den Verstand zu bringen?
Bist du einer der Roten des inneren Kreises, dazu bestimmt, zu sterben und dabei doch Ebenen des Seins zu betreten, die dir völlig neue Möglichkeiten eröffnen?


Triff die Wahl, entscheide dich und bring dich ein in DIE MATRIX, wenn Die Zähmung beginnt.
Lass dich ein auf deine ganz eigenen Geschichten und höre auf das, was dir die leise Stimme deines Herzens sagt. Nur dann kannst du es vermeiden, dich im Dschungel zu verirren.

Und dann werde, was immer du sein willst: Tier, Mensch, Noggta, Priesterin oder was auch immer - es gibt nichts, das in diesen Welten unmöglich sein wird.
Willst du dich von der Welle mitreißen lassen, dann schreib deine Geschichten.
Willst du spielen, dann transferiere deine Charaktere in das Feature Der Avatar als Spielfigur.

Sei bereit.

Nichts ist wirklich, alles ist.



Die Zähmung beginnt.

Auserwählte, betretet das Spielfeld in den MATRIX-Features, in Oz, auf der Insel oder wo auch immer - wenn ihr den Mut habt.
19.8.07 18:26


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Evolution

Das Caligula-Syndrom (4)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *



Ihr Körper war noch in einem Stück, das lange dunkle Haar fiel ihr über die Schultern und ließ ihre Haut im Kontrast noch bleicher wirken. Das helle Emaille der Wanne unterschied sich farblich kaum von ihrer Haut. Ihr Körper war kalt und starr, aber noch nicht in Verwesung übergegangen.
Sie schaute mich immer noch an, fast als sei etwas Lebendiges von ihr noch mit mir hier im Raum. Konnte sie meine Erregung sehen? War da noch ein Lächeln in ihrem Gesicht?
Auf einmal wollte ich sie, wollte sie so sehr, dass ich an mich halten und kurz die Augen schließen musste, um mich zu beherrschen. Ich könnte es. Ich wäre dazu imstande, sie ins Leben zurück zu ficken.
Ich ging in die Hocke, stöhnte auf und hielt mich mit geschlossenen Augen am Badewannenrand fest.
Ich hatte sie geliebt, und ich konnte mich nicht erinnern, wie sie hierher gekommen war. Ich wusste nicht einmal mehr ihren Namen, aber ich sah ihr silbernes Fußkettchen in der Sonne glitzern.
Was hatte ich mit all ihrem Blut gemacht?


in the flow
17.3.06 09:05


Evolution

Das Caligula-Syndrom (3)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *



Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen hatte, denn der Übergang war fließend, und als ich am nächsten Morgen in meinem Sessel aufwachte, war ich ausgeschlafen und erholt wie lange nicht. Es war noch genug Zeit, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, und ich ertappte mich dabei, dass ich ein Lied pfiff, während ich mich rasierte. Im Büro konnte mich nichts aus der Ruhe bringen und ich tat eines nach dem anderen, einfach eines nach dem anderen. Und als ich wieder in meinem Käfig war, erschienen mir die Wände heller und ich ließ mir Zeit, die Fenster zu öffnen. Ich hatte vergessen, in den Supermarkt zu gehen, aber ich hatte auch keinen Hunger. Sollte ich welchen bekommen, würden die Reste vom Vortag ausreichen. Ich blickte hinüber zu den Bergen und genoss das Gefühl des Windes in meinem Gesicht. War das alles nur ein Traum? Oder hatte mein Geist wirklich die Kontrolle über meinen sterbenden Körper übernommen? Ich fühlte mich so lebendig wie seit Jahren nicht. Ich ließ mich in meinem Sessel nieder und griff nach dem Buch. „Deadline“ musste ich nicht suchen. Ich hatte die Geschichte so oft gelesen, dass sich das Buch von selbst an der richtigen Stelle öffnete.
In dieser Nacht hatte ich zum erstenmal den Traum.


Ich blinzelte, schaute ein letztes Mal in meine Augen und atmete dann tief ein. Ich verschränkte meine Hände, streckte die Arme nach oben und spannte all meine Muskeln an. Ich atmete aus, schloss meine Augen und atmete dann erneut tief ein, tiefer diesmal, bis meine Haut zu prickeln begann. Das geronnene Blut spannte auf meiner Gesichtshaut wie eine zu lange aufgetragene Maske. Der Zeitpunkt war da. Ich war stark genug, bewusst genug, mich nun umzudrehen. Meine Bewegung war so geschmeidig wie die eines Tänzers, und ich atmete langsam aus, während ich die Augen öffnete, um mich mit meiner Nemesis zu konfrontieren.

in the flow
16.3.06 23:21


Evolution

Das Caligula-Syndrom (2)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *



Ich weiß noch, wie ich den Traum zum allererstenmal träumte. Die Wochen davor waren wie in Zeitlupe vergangen, und ich hasste dieses Leben eines Toten, der nichts weiter tat, als sich nach seinem scheiß Bürojob im Supermarkt das Futter zu besorgen, das er abends in seinem stickigen Käfig verzehrte. Es kotzte mich dermaßen an, dass ich Atemnot bekam, wenn ich beim Betreten der Wohnung nicht gleich alle Fenster aufriss. Ich schaute aus dem Wohnzimmerfenster zu den Bergen, und ich versuchte mir vorzustellen, mit einem Atemzug zu den Wipfeln der Tannen zu fliegen, um mich wie ein Vogel vom Wind wiegen und in den Schlaf schaukeln lassen zu können. Eine Windbö strich mir durchs Haar, und das Rascheln am Boden lenkte meinen Blick auf den Balkon. Im ersten Augenblick sah es wie etwas Lebendiges aus, und ich erschrak, als es sich wenige Zentimeter auf mich zu bewegte. Es war ein zerfleddertes Taschenbuch. Ich öffnete die Balkontür und hob es auf, und ich las einfach genau dort, wo es vom Wind aufgeschlagen worden war:

Ich kann dich schon spüren, bevor ich ankomme. Deine Angst reizt mich, und ich kann meine Gier kaum unterdrücken.
Doch ich habe gelernt, zu warten, und so bewege ich mich im Schutz der Schatten, die mich begleiten.
Es ist fast so, als könnte ich dein Blut sehen.

Schon einmal bin ich dir begegnet.
Dieses Mal wird es das letzte Mal sein.

Du glaubst, mich wie einen Fisch ködern zu können mit deiner Angst.
Doch ich bestimme, wann ich zubeiße und dich zerreiße.


Auf deinen nächsten Zug warte ich nicht.
Ich durchschlage deine Deckung schneller, als du es erwartest, und tauche wie aus dem Nichts vor dir auf.

Gedankenimpuls und Handlung sind eins, als ich dir mit dem Daumennagel die Kehle auftrenne, und ich triumphiere bei dem Anblick der Überraschung in deinen Augen. Mein Geist erreicht deinen im gleichen Augenblick, als ich zu trinken beginne, und bevor du die Wunde schließen kannst, habe ich die Kontrolle über deinen sterbenden Körper übernommen.



Meine Kehle wurde trocken, und ich musste unwillkürlich schlucken. Meine Augen überflogen die Zeilen, und ein kalter Schauder überlief meinen Rücken. Ich stand auf dem Balkon, während sich dunkle Wolken über mir zusammenbrauten und der Wind immer stärker wurde. Doch selbst als die ersten Regentropfen fielen, bekam ich es kaum mit, war viel zu sehr in den Worten versunken, die mich auf beunruhigende Weise faszinierten und mir sowohl Angst einjagten als auch eine morbide Befriedigung verschafften:

Als meine Identität mit allem hergestellt ist, wird die Aktion des anderen Teils von mir zu einem bloßen Gefühl innerhalb einer ganzen Welt von Gefühlen, und ich kann es fast genießen, getrunken zu werden.
Die Schreie der Menschen, die uns beobachten, nehme ich nur am Rande wahr, doch auch sie spielen nur die ihnen zugedachte Rolle.

„Hattest du schon einmal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien?
Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst?
Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität?“



beautifulexp:

Es ist ein überwältigend schönes Gefühl, mich mit den Fingern in deinen Hals zu wühlen und meinen Mund auf das pulsierende Fleisch zu pressen.
Ich kann nicht verhindern, dass mir ein Teil deines Blutes entgeht und sich auf den Asphalt der Brücke ergießt.
Ich trinke mit aller Gier, zu der ich fähig bin, und genieße das Entsetzen der Menschen um uns herum als pure Energie, die mich noch leidenschaftlicher vorgehen lässt. Ich beiße mich an deiner geöffneten Halsschlagader fest und empfinde fast so etwas wie sexuelle Erregung, während dein Leben in mich übergeht und mir Substanz verleiht. Dein Blut ist warm und klebrig an meinen Händen, und in meiner Kehle brennt es wie Feuer.
Ich fühle, wie mein Körper die Schatten hinter sich lässt und mit jedem Zug, den ich nehme, materieller wird, und das Glück, das ich empfinde, lässt mir die Tränen in die Augen steigen.

Einen Moment lang löse ich meine Lippen von dir und sehe mich um: Da stehen sie mit weitgeöffneten Mündern und können nicht begreifen, was sie sehen. Entsetzen hat sie gelähmt, und das Adrenalin in ihren Körpern lässt die meisten schreien anstatt zu flüchten. Das Zucken deines Körpers wird langsam schwächer und ich fühle, welche Angst ihnen dieser Anblick des herannahenden Todes bereitet.
Eine Sekunde überlege ich, ob du mir genug sein wirst, so gierig macht mich dieses panische Gefühl der Menge.
Ich kann mich nicht entscheiden, ob mir der Blick über die Alster oder der Anblick des
Rathauses besser gefällt, und ich berausche mich an meinem eigenen Lachen. Ich liebe Hamburg!

So lange habe ich auf diesen Augenblick gewartet!
Deine Augen sagen mir, dass du keinen allzu langen Weg mehr vor dir hast, und fast
empfinde ich so etwas wie Mitleid mit dir.
Dann beuge ich mich vor, um nicht allzu viel zu verschwenden.

Als ich spüre, wie du mich nun liebevoll umarmst, wird mir eiskalt.


iwishuheavende:

Ich weiß nicht, ob ich aus diesem Traum noch einmal aufwachen werde, doch mir ist bewusst, dass die Wirklichkeit in diesem Moment flüssig ist wie heißes Wachs in meinen Händen.
Ich habe lange darauf gewartet, diesen Körper hinter mir lassen zu können, und der Preis, den ich dafür zahle, ist angemessen.

Die anfänglichen Schmerzen halten sich schnell in Grenzen, nachdem ich den ersten Schock dieses plötzlichen, von animalischer Gier bestimmten Angriffs überwunden habe. Als mir dein Geist begegnet, überlasse ich dir die Kontrolle über meinen Körper.
Während ich ausatme, tauche ich tief in dich ein, durchstoße die Schatten und umgehe all deine Verteidigungslinien, lasse meinen Geist mit dem Blut in dich einströmen, das dir zunehmend Substanz verleiht.
Ich kann gar nicht anders, als dich zu lieben.



Als ich aufblickte, war nicht nur die Geschichte zuende, sondern auch das Tageslicht war bis auf ein Minimum reduziert, so dass ich nach drinnen gehen musste, wenn ich in dem Buch weiterlesen wollte. Ich fror, doch gleichzeitig spürte ich eine innere Hitze, die ich mir nicht erklären konnte und die wie pure Energie durch mein Adersystem pulsierte. Ich hörte mich laut lachen und ging nach drinnen. Ich machte mir ein Sandwich, und nachdem ich gegessen hatte, las ich die Geschichte ein zweites und ein drittes Mal.

in the flow
16.3.06 08:16


Evolution

Das Caligula-Syndrom (1)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

“I want to see you crawl
As I drive by in my big black car
With police outriders
And one hundred guards
Looking drop dead gorgeous
Dressed up to the nines
In the skins of several species
In decline
As I set fire to your houses
And your cars
I'll be dancing like a dervish
In the sparks

Is this what true power feels like?
Racing round my veins
Like a motorbike
It's the fall of Rome
My Caligula syndrome
It's the fall of Rome
My Caligula syndrome

Have I become just a little deranged?
While you're crawling on your knees
Like slaves
Am I still desirable?
You're ever so destructable
Do you think this party's ever going to end?
Dance with me
While our city is burning
Won't you dance with me
While our empire is falling
Like Nero let's make music to the
Fires of Rome
It's my Caligula syndrome”

Soft Cell, CALIGULA SYNDROME




Ich habe Geschmack am Töten gefunden.
Ich weiß nicht, wann es angefangen hat, dass ich wirklich Vergnügen daran empfand, aber das ist der Ist-Zustand: Ich liebe es, zu töten.

Zunächst war es nicht mehr als ein Traum, der immer wiederkehrte: Ich sah mich inmitten einer wogenden Menge, die mich von allen Seiten bedrängte. Ich konnte mich kaum bewegen, und es war heiß. Doch die Luft wurde mir nicht knapp, das Gegenteil war der Fall. Ich spürte ihre Blicke und sah Tausende Augenpaare um mich herum. Da erhob ich mich im Geiste über sie wie ein Adler, und für meinen Geist waren sie die Beute, in die ich meine Krallen schlagen würde. Ich lachte, und ich ließ meine Blicke wie Streiche eines gewaltigen Schwertes über den Platz schweifen. Das Blutbad war beachtlich, und die Schreie der nicht tödlich Verletzten waren Musik in meinen Ohren. Ich färbte den Platz mit ihrem Blut, und mit einem Mal fühlte ich mich wie Gott. Ich bahnte meinen Weg durch die Leichen und hielt ungeachtet der kreischenden Polizeisirenen Ausschau nach neuen Untertanen.
Dieser Traum schmeckte nach Wirklichkeit, und die Wirklichkeit roch wie Blut.

Ich beugte mich über das Waschbecken und ließ das restliche Blut aus meinem Mund laufen. Ich drehte den Hahn auf, warf mir eine Handvoll Wasser ins Gesicht, prustete und schaute mein Spiegelbild an. War es das, was ich zu sehen erwartete? Ich prüfte meine Haut, und ich bewunderte die Spannkraft.
Der Ausdruck meiner Augen war von makelloser Schönheit. Ich wollte noch einen Moment verweilen, das Gefühl genießen, durch den Blick meiner Augen die Macht meiner Seele zu spüren. Einfach verweilen, tief atmen. Warten, bis der Zeitpunkt gekommen war, mich umzudrehen. Der Geruch und der Anblick des Blutes auf meinen Wangen berauschte all meine Sinne. Ich zog mit dem Zeigefinger eine Spur über den Wangenknochen bis zum Kinn.
Überrascht stellte ich fest, dass ich eine Erektion hatte.


in the flow
16.3.06 01:11


Evolution

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Visuelle Verbrechen von Louis Cyphre



Die Reise (1)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Der Ablauf ist immer der Gleiche. Ich weiß nicht, wie diese Stimmung entsteht, aber ganz plötzlich ist sie da: ein sehr sinnliches, überaus machtvolles Gefühl, etwas Tiefes und Fließendes - fast wie Tanzen, beinahe wie Töten.
Dann weiß ich, dass es unvermeidlich ist. Es gibt nichts anderes, was ich tun kann, und ich setze mich hin und beginne zu schreiben. Björk zelebriert ihre New World, und es wird kühler im Raum. Ich höre den Wind rauschen, und ich schließe die Augen. Alles wird schneller, und ich jage in atemberaubender Geschwindigkeit über den Atlantik.
Ein Lächeln in meinem Gesicht, und ich weiß, dass ich auf andere Weise reisen will. Keiner der Passagiere nimmt Notiz von meinem Verschwinden, weil es sich wie mein plötzliches Auftauchen innerhalb von Sekundenbruchteilen vollzieht. Für sie war ich Trugbild, Traum, Augenblickserfahrung. Doch all das ist real, und während ich weiter schreibe, fühle ich, dass es möglich ist und dass es nur eines Akts des Glaubens bedarf.
Die Reise vollzieht sich mit einem Lidschlag, denn die Sonne jenseits des Atlantiks ist eins mit der Sonne diesseits, und Zeit und Raum waren gestern, während ich eintauche und mich bewege durch die Matrix meines Selbst. Hier versagen meine Worte, und die Erfahrung ist das Einzige, was von Belang ist.
Die Straßen Torontos atmen die gleiche Musik wie in diesem magischen Jahr zuvor, und während ich die Yonge Street zum HMV überquere, überblicke ich die Downtown Manhattans und nehme aus dem Augenwinkel die Landung der Taube auf der Mauer der Aussichtsplattform des Empire State Buildings wahr - und einen Augenblick lang frage ich mich, wie es wäre, durch ihre Augen zu sehen, bevor ich mich in die Luft erhebe, tief unter mir das Funkeln des Hudson Rivers.


in the flow


Wollt ihr die Reise noch intensiver erleben?
Dann nutzt die Möglichkeiten von Google Earth - eine beeindruckende Erfahrung!
25.2.06 18:13