Die Matrix
Gratis bloggen bei
myblog.de

navigation

Startseite
BlaBla
Die Royo-Stories
Die Zähmung
In Oz
Evolution
Der Avatar als Spielfigur (RPGs)
Zannalee's Spiegelkabinett
THE HUMAN BODY - Das Spiel
Hexengeschichten
Kristalle
Kristallsplitter
Katzengold
Fanfictions
Lebendige Bilder
Soundtrax
Archiv
Die Auserwählten
DIE MATRIX - Die Absicht
DIE MATRIX - Features
Neo online
Die Zähmung (Das Feature)
Pipeline
Teleporter
Gästebuch
Kontakt
Abonnieren

design © oKashi
host @ myblog
In Oz

9.7.09 08:58


Werbung


Der Auftrag
oder: Die Beschreibung der Matrix


* Eine Eskalation von BeautifulExperience *


Schreiben ist wie Einloggen in die Matrix - im Bewusstsein, dass die Dinge formbar und die Bedingungen des Systems nur insoweit festgelegt sind, wie unser Geist bereit ist, sich ihnen zu unterwerfen. Schreiben ist also nicht nur Eintauchen in die Matrix; Schreiben verändert die Struktur der Matrix mit Hilfe dessen, was wir als "Phantasie" zu bezeichnen gelernt haben. "Phantasie" wird gerne unterschätzt und belächelt in unserer zweckorientierten Gesellschaft. Doch Phantasie ist nichts anderes als Seelenkraft, und Seelenkraft ist nicht nur das, was uns selbst antreibt, sondern das, was die ganze Welt im Sein hält. Darum wird Schreiben nicht nur zum meditativen, sondern zum schöpferischen Prozess - umso gestaltender, je mehr man sich von sich selbst entfernt.
Die Matrix-Filme haben hier für die breite Masse Türen geöffnet, die zumindest neue Aussichten zulassen und je nach "persönlicher Kraft" durchschritten werden können. Neue Denkweisen lassen neue Richtungen zu, und neue Richtungen ermöglichen neue Handlungen. Dadurch kann jeder Mensch zu Neo werden, jeder ist potentiell der Auserwählte, wenn er bereit ist, seinen Auftrag anzunehmen.
Der Auftrag ist mit Geburt festgelegt, eingebettet in Seele und Körper, aber die Ausgestaltung des Auftrags liegt im Rahmen der persönlichen Freiheit. Ich schreibe, um mich diesem Auftrag anzunähern, um ihn zu finden... und ich schreibe, um mein Handeln zu gründen und zu verstärken - bis zu dem Punkt, an dem mein Handeln nicht mehr "mein" Handeln ist.
Bin ich dann ganz weit weg von mir, bin ich auch ganz bei mir selbst, und hier beginnt sich die Struktur der Matrix zu verändern, auszugestalten, umzugestalten: Ein völlig neues Gesetz fließt ein, machtvoll, grenzenlos, unglaublich flexibel. Der Auftrag vermittelt sich dann ganz ohne Worte, und ich schwimme wie ein Fisch im Wasser.
Die Grundannahme des Konstruktivismus lautet: Die Welt ist nicht so, wie sie ist; die Welt ist immer so, wie wir sie beschreiben.
Beschreibe ich die Welt auf eine bestimmte Weise und glaube ich an diese Beschreibung, wirkt diese Beschreibung auf die Welt zurück und verändert sie.
Dann gehe ich noch einen Schritt weiter: Unsere Welt ist nichts weiter als eine beschriebene Welt. Ergo: Eine beschriebene Welt lässt sich jederzeit anders beschreiben - durch jeden Einzelnen von uns.
Folglich: Ich selbst formuliere meine Welt, meine Zeit, mein Selbst, meine Wahrnehmung der Welt, und ich schreibe und be-schreibe die ganze Zeit. Ändere ich die Beschreibung der Welt mit Hilfe der mir innewohnenden Seelenkraft, meiner Phantasie, so ändere ich die Bedingungen meiner Welt und verforme die Matrix.
Angenommen, ich bin von Beginn, von Geburt an ganz tief in der Matrix - könnte mein eigentlicher Auftrag dann darin liegen, durch meine Art des Handelns, durch mein Schreiben aus der Matrix auszubrechen, um jenseits dieser Matrix mit neuen Lungen eine neue Luft zu atmen? Ganz in der Tradition von Sri Aurobindo und Satprem mit dem Bild seines Goldfischglases?
Es wird eng, es wird beinahe unerträglich in unserer von alt her beschriebenen Welt. Das Leben erscheint mehr und mehr hohl und sinnleer, zudem bedroht von einer Vielzahl an Gefahren, und Hilfe ist innerhalb der Matrix nicht in Sicht: Wir sind vollkommen alleine. So stellt sich das Leben im Augenblick dar, und so scheint es von jeher gewesen zu sein: Geburt...und irgendwann Tod, völliges Vergessen.
Aber dieses "Leben" ist das gegenwärtige Leben (in) der Matrix, und es tut not, ein neues Leben zu beschreiben: Ein Leben, das sich wirklich Leben nennen kann. Diese neue Beschreibung findet sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Matrix statt. Dabei stellt meine Beschreibung von innerhalb der Matrix einen sehnsuchtsvollen Ruf, eine dringliche, mit jeder Faser des Seins empfundene Bitte nach Veränderung dar, und dieser "Ruf" führt eine direkte Intervention von etwas herbei, das sich außerhalb der Matrix befindet und intuitives, vollkommenes Wissen besitzt. Geschieht diese Intervention, dann erfolgt eine Beschreibung der Matrix auch von außerhalb, und die Bedingungen des Systems erhalten eine neue Grundlage, was zu einer totalen Veränderung führen kann.
Ist mir nun klar, was ich zu tun habe?
16.5.09 17:53


In Oz

Das weiße Pony


* Eine Eskalation von BeautifulExperience *


Die Geschichte Zirkuskind lässt mich nicht los, und das Mädchen auf seinem weißen Pony taucht immer wieder auf in meinen Gedanken und Träumen. Sie ist ein sehr mächtiger Avatar, fast eine Art Archetyp für mich, und ähnlich wie die Doltschins ist sie viel größer als die kleine Geschichte, deren Handlung sie so maßgeblich bestimmt hat. Ich würde mich nicht wundern, wenn sie in den Stories Das Caligula-Syndrom und Pans Welt wieder auftaucht, und so wie ich sie gerade beobachte, so sieht sie mich aus den Augenwinkeln. Vielleicht ist es irgendwie möglich, dass eine Phantasiegestalt lebendig wird, oder vielleicht existiert dieses Zirkusmädchen irgendwo, und ich habe einfach mit offenen Augen von ihr geträumt. Ganz sicher aber steht sie mit nackten Füßen auf dem Rücken ihres weißen Ponys, und ihr Sprung wird makellos sein.
7.6.08 21:27


In Oz

Image hosted by Photobucket.com


THE LOVE BELOW


Do U dare?


Contact: dererstesohnagnis@yahoo.de




Die Insel war lange im Nebel verschwunden, aber die Sonne war stärker und hat diesen so seltsamen, so märchenhaften Ort wieder frei gegeben.
Am Strand stehen immer noch die ersten Hütten; der Sturm der vergangenen Wochen konnte ihnen kaum etwas anhaben, und die wenigen notwendigen Reparaturarbeiten sind in vollem Gange.
Der Dschungel jenseits des Strandes verbirgt das Inselinnere, und der Vulkankegel lässt sich nur von zwei Seiten der Insel aus sehen: vom Sandstrand und von der Lagune aus.
Gott hat die Welt in sieben Tagen gemacht und diesen Vulkan ganz sicher über Nacht, denn der Berg war nicht hier, als wir die Insel betreten haben. Können wir sicher sein?
Können wir sicher sein?
Ich traue dem nicht, was sich hinter den Blättern bewegt. Es könnte der Wind sein, nur das, nicht mehr. Doch in nur drei Stunden ist es dunkel, und die Welt verändert sich, wenn das Licht sich in Schweigen hüllt.
10.4.08 16:02


In Oz

Fahrplan


* Eine Eskalation von BeautifulExperience *


Hmm, Absicht? Nein. Nichts ist Absicht in vielen von meinen Geschichten. Ich weiß selten, wo der Zug hin fährt. Sicher, ich kenne die ungefähre Richtung, aber irgendwann verlässt der Zug die Gleise und fährt dann trotzdem weiter. Dieser Zug baut auch jenseits der Gleise selten einen Unfall, und manchmal bekommt er sogar Flügel und hebt ab. Es ist ein magischer Zug, und ich habe nur das Glück, ab und zu ein Ticket lösen zu dürfen.

Inspiriert durch ein Feedback Simones zu meiner Geschichte Die Okarina der Zeit
10.3.08 20:40


In Oz

Mein Teufel



Und damit das jetzt nicht falsch ankommt: nein, ich glaube nicht, dass ich Recht habe mit dem, was ich dir geantwortet habe. Und doch...ja, ich bin überzeugt von dem, was ich dir eben zum Thema 'Die Grenzen sexueller Darstellung' in unserer Gruppe geschrieben habe. Ich fühle, dass es stimmig ist, dass es passt, aber ich fühle es nicht mit dem Verstand. Ich fühle es mit meinem Körper, mit meiner Seele. Ich habe gelernt, meinem Verstand vollkommen zu misstrauen, weil mein Verstand seit jeher ein Lügner, ein Possenspieler, ein Gaukler ist. Mein Verstand ist der Teufel, derjenige, der die Dinge "verdreht" und "durcheinander" bringt, und ich kann nicht ohne ihn, will aber auch nicht mit ihm. Mein Teufel öffnet jedoch Türen, durch die ich hindurch gehen kann, und die Welten dahinter erstrecken sich immer ins Unendliche. Nichts, was ich jemals geglaubt habe, ist von Bestand, und nichts, was ich jemals gesehen habe, verleiht absolute Sicherheit. Aber da ist etwas hinter, unter, über und innerhalb jedes Phänomens, jedes Ereignisses, jeder Begegnung, das "Tiefe" verleiht, Tiefe vermittelt - und dieses unaussprechliche, beinahe unfassbare Etwas ist für mich die Seele in allem, Gott in uns und in allen Dingen, Michaux' "daimon" - das, was jenseits aller Begriffe ist und uns den Zugang zum Märchenwald ermöglicht.
Alles, was du mir auf meine irrsinnige Antwort entgegnen wirst, wird richtig sein, weil es nichts Falsches gibt in diesem unglaublichen Land Oz, das wir in jedem Augenblick unseres Lebens bereisen.


Inspiriert durch ein Feedback suedes bei myfanfiction.de. Thank U!
7.3.08 10:00


In Oz

Die Philosophie des Bienenstocks

* Eine Eskalation von Annette Emanuel *

Nachdem ich noch im "ersten" Bienenstock einen kurzen Chat mit Marc hatte, der sich leider hauptsächlich darin erging, wie komisch wir doch wären (wer immer "wir" sind), mit "Kritik" nicht umgehen könnten und dass man hier doch "beim kleinsten Pups" draußen wäre...dass der Ton unserer Regeln so aggressiv sei, die Group an sich unverständlich für jemanden, der wie er berufstätig ist (ach, sind wir das etwa nicht?) und mangels Zeit nicht die Möglichkeit habe, sich einzulesen, und blablablubblub (ich konnte es mir nicht verkneifen, ihm nahezulegen, dass er doch jederzeit gehen kann, wenn er alles so schrecklich findet) - ja, war ich da froh, im neuesten Poll doch einige zu sehen, die den strikten und ziemlich konsequent gehandhabten Aufnahmemodus gut finden.
Einen, den ich schon ein bisschen besser aus einer anderen Group kannte, sprach ich direkt an, und da ich an dem Tag nicht lange on sein konnte, habe ich seine Antwort erst tags darauf gelesen:

"guten abend!
diesen modus mag man am anfang vielleicht nervend oder so finden. Aber letzten endes dient er einem "guten zweck": man hält irgendwelche typen fern, die es gerade zu vier worten schaffen: "bin geil, will ficken"
schönen abend noch"


Das ist eigentlich der springende Punkt: Wir wollen hier keine Typen (weder weiblichen noch männlichen Geschlechts) , die dermaßen reduziert sind, dass sie ihre Grundaussage nur auf diese Formel bringen: "Bin geil, will ficken."
Der Bienenstock ist ein MATRIX-Feature, das speziell auf Cybersex ausgelegt ist. Das bedeutet aber nicht, dass wir das Niveau althergebrachter Gruppen dieses Genres wiederholen oder aufgreifen wollen.
Der Bienenstock will etwas Neues: Cybersex soll hier in einem Ambiente stattfinden, das weder die dauerhafte Anwesenheit von Dummdoms (wer den Begriff nicht kennt: Das sind einfach gestrickte Männer, die sich besonders im WWW gerne den Mythos des Unnahbaren und Geheimnisvollen anzueignen versuchen und oft schon nach wenigen Sätzen als frustrierte Schreibtischtäter enttarnt sind - eine Freundin hatte da ein interessantes Erlebnis...) noch von naiven, für jeden X-Beliebigen die Beine spreizenden Frauen duldet, und ich bin sicher, dass mittelfristig jeder, der dann noch aufgrund der im Bienenstock gegebenen Bedingungen dabei ist, seine/ihre Mitgliedschaft als etwas wirklich Besonderes zu schätzen weiß.
Vor allem Bettina und BeautifulExperience haben sich Mühe gegeben, dieses Feature nicht einfach aus dem Boden zu stampfen, sondern es in ein großes Ganzes einzubetten, das viel mehr zulässt als schnelle Befriedigung.
Nichts gegen schnelle Befriedigung! Nichts gegen leidenschaftlichen Verbalsex im Messenger! Aber das ist eben nur ein Part des Bienenstocks, und die Stories, die Welten, die Upgrades und die Rollenspiele sind ein anderer, der viel mehr Tiefe und viel mehr Nähe zulässt als die eher schnelle und doch oft meistens oberflächliche Interaktion im Messenger (es ist schwer, gerade für befriedigenden Cybersex den geeigneten Partner zu finden, der eben nicht nur Phantasie, sondern auch Leidenschaft und den sicheren Umgang mit der deutschen Sprache beherrschen muss).

Nicht zuletzt nennt sich der Bienenstock "Mein Bienenstock" , weil dieses Feature die Vision Bettinas ist, ihre Vorstellungen von Cybersex spiegelt und verwirklicht, und dadurch ist auch klar, dass es ein nur sehr begrenztes "Mitspracherecht" (wenn überhaupt) der Groupmitglieder gibt.
Und natürlich ist es legitim, dass Bettina diese Strukturen einfach festlegt, denn sie hat sich viele Gedanken gemacht aufgrund ihrer Vorerfahrungen in anderen Groups. Sicher wird sie sich gut überlegt haben, wen sie beim Aufbau des Bienenstocks mit ins Vertrauen zieht und mehr oder weniger stark beteiligt. Und wenn sie Regeln neu festlegen will, wird sie das tun, sobald und in welcher Weise sie es für richtig findet. Wahrscheinlich wird sie sich dafür mit denen austauschen, die sie kennt und denen sie passende Einschätzungen zutrauen kann.
Das sind Tatsachen, und sie sind so sicher wie die Gezeiten.
Ich bin froh, dass Bettina weiß, was sie will - und was sie nicht will.
Das macht den Bienenstock zu etwas Besonderem im Netz.
1.12.07 14:05


 [eine Seite weiter]