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Candy Shop
- Alternative Fassung -


* Eine Geschichte von Enjoy *


Das kleine Lädchen lag genau um die Ecke, und ich mochte den Besitzer von Anfang an. Er war immer nett zu mir, und ich hatte nie den geringsten Zweifel an seiner Freundlichkeit. Wieso hätte ich die auch haben sollen? Er kannte meinen Vater, und es gab kaum ein Kind, das nicht schon bei ihm im Laden war. Er hatte einfach alles! Candies in allen Formen und Farben, und besonders liebte ich das Gummizeug, die Schnuller und Erdbeeren und Frösche und Blumen und Giraffen und Seesterne und...
Und oft schenkte er mir und meinen Freundinnen was, ohne dass wir bezahlen mussten. Andrea wurde als Erste misstrauisch, aber ich weiß nicht mehr genau, wann es gewesen war. Wir waren noch Kinder, aber keine ganz kleinen Kinder mehr.
"Er guckt immer so komisch." Und dabei machte sie diesen wirklich komischen Mund, den nur sie so machen konnte, und obwohl es eigentlich gar nicht lustig gemeint war, mussten wir lachen. Aber das war der Anfang, und von da an veränderten sich die Dinge, und ich ertappte mich dabei, dass ich ihn heimlich von der Seite beobachtete, wenn wir im Laden waren, um Nachschub an Sternchen und Fröschen zu holen. Erst sah ich es nicht, aber als sie es mir wieder mal sagte und ich genauer hinsah, da sah ich es auch. So fing es an, dass wir uns Gedanken machten, warum er so komisch guckte.
"Vielleicht kaufen wir zuviel? Vielleicht hat er Angst, dass wir ihm den Laden leer kaufen?" Wir kicherten albern.
"Vielleicht fragt er sich ja auch, ob wir uns die Zähne putzen nach dem Naschen?" Arabellas Bemerkung war blöde, aber trotzdem lustig, und wir kicherten noch mehr.
"Vielleicht ist er ja auch verliebt?" Das war Sabine, aber ich verstand ihre Bemerkung nicht.
"In wen denn?"
"Na, in uns! Vielleicht hat er sich in uns verliebt?" Und da konnten wir uns vor Lachen kaum noch halten. Es war zu albern, aber vielleicht war ja was dran, obwohl...es war zu unwahrscheinlich. Und außerdem! Nein. Oder etwa doch? Und wenn ja, dann war das irgendwie pervers. Ich fand es plötzlich gar nicht mehr komisch, und ich nahm mir vor, erst mal nicht mehr in das kleine Lädchen zu gehen. Und ich wollte mit jemandem reden, aber ich wusste, dass Papa mir nicht glauben würde. Aber wenn doch? Was, wenn er mir doch glauben würde? Würde er dann mit ihm reden? Mama meinte schon mal, dass er seltsam sei, weil er keine Frau und keine Kinder hat. Vielleicht war es besser, mit ihr darüber zu reden. Und dann würde ich nie wieder in seinen Laden gehen können. Ich würde jedes Mal vor Scham sterben, wenn er mich ansehen würde, denn er würde wissen, dass ich mit Mama über ihn geredet habe.
"Hört auf mit dem Quatsch!" hörte ich mich plötzlich genervt sagen. "Ich glaube, er mag gar keine Mädchen. Ma sagt, er ist seltsam, er hat gar keine Frau und auch keine Kinder."
Nun waren wir alle ganz still, und dann mussten wir wieder lachen.
"Ja, genau das ist es!" meinte Arabella. "Er tut nur so, als ob er Mädchen mögen würde, und in Wirklichkeit macht er aus kleinen Jungen seine Fruchtgummis!"
Und obwohl ich lachen musste, fühlte ich mich auf einmal gar nicht mehr gut.
10.6.09 18:46


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Etwas Wahres über Luzifer

* Eine Geschichte von BeautifulExperience und Bernard H. *


Es war einmal ein kleiner Junge mit dem Namen Peter, und er hatte furchtbare Angst vor der Dunkelheit. Irgendwann hatten die Engel ein Einsehen mit ihm, und sie nahmen ihn mit in die Nacht hinter den Sternen. Peter fühlte sich zuerst ganz fremd in dieser dunklen Welt, und darum gaben ihm die Engel ein Licht, das er nie mehr verlieren konnte. Sie verbargen es in der geheimsten Kammer seines Herzens.
Weil aber Peters Sehnsucht nach seiner früheren Welt groß war, brannte das Licht in seinem Herzen so hell, dass es seinen Körper überstrahlte und ihn wie eine Flamme im Dunkeln leuchten ließ. Nun konnte er die Nacht um ihn herum erhellen und musste nie wieder Angst vor der Dunkelheit haben.
Aber er hatte sich hinter den Sternen verirrt, und der Weg in seine alte Heimat war lang. Er konnte seine Spuren am Himmel nicht mehr finden.

Nun begab es sich, dass es immer wieder Kinder in Peters Welt gab, die in der Dunkelheit nach Abenteuern suchten. So gingen sie zum Beispiel in den Keller, machten das Licht aus, und sie zählten von Null ab, wie lange sie es in der Finsternis aushalten konnten. Oder sie machten liebend gern Nachtwanderungen im Wald, am liebsten sogar ohne ihre Eltern. In der Stadt traten sie nachts gern die Laternen aus, um es noch dunkler zu haben. Im Bett zogen sie sich noch das Laken über den Kopf, um in ihren Träumen in der dunkelsten Höhle zu sein.

Vielleicht hast du ja schon mal von Sternschnuppen gehört. Peter sieht in der Nacht genauso aus! Peters Licht ist hell, aber es blendet auch seine Augen. Den Rückweg kann er deshalb nur mit deiner Hilfe finden.
Damit du ihn sehen kannst, muss es in deinem Zimmer ganz dunkel sein, denn dann kannst du besonders weit sehen, sogar bis hinter die Sterne.
Wenn du nun seinen glänzenden Bogen am Himmel leuchten siehst, pack zu, nimm seine Hand und halt ihn ganz fest! Beruhige ihn und sag ihm, dass er jetzt endlich wieder zu Hause angekommen ist.
19.2.09 18:02




Das Flüstern

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Inspiriert von Whispers

Für Leni


Als er nicht mehr weitergehen konnte, setzte er sich einfach hin, an diesem seltsamen Platz mitten im Feld. Die Sonne brannte ihm in den Nacken, aber irgendwann - ganz, ohne dass er es wirklich bemerkt hätte - war sie nur noch wie ein warmes Streicheln in seinem Rücken, und er konnte nicht mehr abschätzen, wieviel Zeit vergangen war, seit er diesen Ort gefunden hatte. Es war still, und nur von ganz ferne konnte er den einen oder anderen vorbeifahrenden Wagen hören - so, als spiele sich das in einer ganz anderen Welt ab, die er nicht mehr erreichen konnte.
War das möglich?
War es möglich, dass er nicht mehr aufstehen konnte, um die Straße zu erreichen, Menschen zu finden, die ihm helfen, die ihm zuhören konnten?

Es war zu ruhig an diesem Ort, und erst jetzt setzte ein leiser Luftzug ein, der die trockenen Blätter vor ihm rascheln ließ. Ihre Form gefiel ihm nicht; sie hatten etwas von Insekten, und er musste an Gottesanbeterinnen denken.
Gottesanbeterinnen - ein Schauder lief ihm über den Rücken. Die unheimlichsten Wesen, die er jemals gesehen hatte, die fleischgewordene Hölle in ihren Augen. Seine Beine waren eingeschlafen, er konnte sie fast nicht mehr spüren. Die Sonne stand nun tiefer, viel zu tief, um noch richtig zu wärmen, und er fragte sich, was sie wohl nachts taten. Ob sie schliefen? Ob sie aufrecht da standen mit ihren wie zum Gebet erhobenen Fängen und ob ihre grausamen Augen geschlossen waren? Oder konnten sie sehen in der Nacht? Er versuchte, sich hoch zu stemmen, aber er konnte nun auch seine Arme nicht mehr spüren - und plötzlich war seine ganze Welt nur noch Flüstern.
23.12.08 13:48


Photobucket

Visuelles Verbrechen von Louis Cyphre



Grenzland

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Ich fotografiere eine Stadt, die längst keine Stadt mehr und die Grenzland für mich geworden ist. Ich wusste lange nichts von ihrer Schönheit, und ich hatte keine Ahnung von ihrem dunklen Herzen, von all ihren Geschichten. Als ich in Manhattan war, spürte ich die Lebendigkeit New Yorks sofort, und auf der Plattform des Empire State Building war ihr Herzschlag nicht mehr zu überhören; er pulsierte wie ein zweites gewaltiges Herz in meiner Blutbahn. Das Herz meiner Stadt schlägt leiser, und ich habe lange gebraucht, um es zu hören. Aber jetzt fühle ich den Puls der Stadt, ich atme ihre Gedanken, und ich habe die Schönheit des Grenzlandes entdeckt.
Mein Oz befindet sich nahe der französischen Grenze, und es ist kein Zufall, dass mit Strasbourg eine der schönsten Städte des Nachbarlandes weniger als hundert Kilometer entfernt ist. Oz ist geprägt durch Frankreich, es hat eine französische Seele, und ich lebe inmitten der ehemaligen Cité de la France. Als ich ein Junge war, lebten hier all die Mädchen, die ich so leidenschaftlich begehrte, aber nicht verstand - und deren wunderschöne Sprache ich nicht sprechen konnte. Ich konnte sie nur ansehen, und manchmal sahen sie mich an. Sie lächelten und sagten etwas zu mir, und ich hörte zu und bewunderte ihre Schönheit, die Art, wie sie sich bewegten. Ich träumte davon, dass sie mich umarmen würden, und diese Träume fühlten sich manchmal so unglaublich echt an, dass ich den Duft ihrer Haare riechen, die Wärme ihrer Haut spüren konnte - aber sie gingen niemals in Erfüllung. Die Sprache war eine Grenze, die ich nicht überwinden konnte, eine unsichtbare Barriere, und so ist die Erinnerung an all diese schönen Mädchen mit Wehmut vermischt. Sie bewegten sich fort in der Zeit, aber das, was sie so intensiv waren, ist immer noch hier.
Grenzland - wenn ich ganz still bin, kann ich sie immer noch miteinander reden hören, und ihre Sprache ist wie ein Lied.
Ich gehe durch die Straßen dieser Stadt und entdecke Orte, die ich noch nie gesehen habe, seltsame und magische Orte, und ich halte sie im Bild fest. Wenn ich die Bilder dann betrachte, werden sie zu Spiegeln, und ich fühle, dass dicht dahinter etwas ist, das Tiefe verspricht und das Eintauchen ermöglicht. Das Wunderland grenzt direkt an meine scheinbar so kleine Stadt an, und die Welt der Märchen und Geschichten war niemals auf die Phantasie weniger beschränkt.
Wenn es dunkel wird in Oz, und wenn der Himmel so klar ist, dass ich die Sterne über und unter mir sehen kann, ist alles so einfach, dass keine Frage mehr offen bleibt, und ich sehe, ich fühle, ich atme. Dann lässt sich das große Geheimnis fast mit Händen greifen.
13.7.08 22:36


The Human Body – Body 3 (landslide)

* Ein Spiel von BeautifulExperience *


Du hast dich in meine Träume geschlichen, und ich hatte nicht die geringste Chance, dir auszuweichen. Träume sind ein sehr seltsames Land: der geheime Ort, an dem wir am verwundbarsten sind. Als ich dich lachen sehe, ist es um mich geschehen, und deine Umarmung mündet in einen Kuss, der mich deine Zunge so fühlen lässt, als würdest du tatsächlich auf meinem Schoß sitzen und alles tun, um mich heiß zu machen. Der Druck deiner Pobacken lässt mich hart werden, und ich spiele genauso mit deiner Zunge wie du mit meiner; wir schenken uns nichts. Ich weiß, wer du bist, aber dein Name will mir nicht einfallen. Dein Name jedoch ist der Schlüssel, der mich wieder zu dir führen wird, denn wir sind uns nicht zum ersten Mal hier begegnet. Aber ich kann dich nicht fragen, weil du nicht aufhörst, mich zu küssen, und als du mir mit einer Hand zwischen die Beine gehst, in die Hose greifst und aufreizend meinen Schwanz massierst, wird meine Lust so groß auf dich, dass ich den Schlüssel vollkommen vergesse und mich selbst an meinen eigenen Namen kaum noch erinnern kann. Als ich dir in die Augen sehe und deinem leise geflüsterten Wunsch nachkomme, verbrenne ich unter der Berührung deiner Hand, laut aufstöhnend und mich wie ein entfesseltes Tier bewegend, und ich denke keinen Augenblick ans Aufwachen. So wird auch unsere nächste Begegnung alleine von deinem Willen abhängen.
22.6.08 21:21


Ferngesteuert

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Ich konnte die Augen nicht von ihren Zeilen lassen, konnte kaum glauben, was ich da las. Ihre wilden Beschreibungen zogen mich dermaßen ins Geschehen, dass ich nicht nur meine Erregung nicht mehr unterdrücken konnte, sondern jedes Gefühl für Raum und Zeit vollkommen verlor. Doch ich widerstand dem Impuls, Hand an mich selbst zu legen, atmete tief ein und tat alles, alles...um es nicht zu tun.
Stattdessen bat ich sie, zu mir zu kommen.
Sie kam, und ich schaute sie an. Sie konnte es schon an meinen Augen sehen, und die Lust war in jeder Nuance meiner Stimme zu hören, als ich ihr die Geschichte vorlas.
Und während ich las, wurde die Lust zu Gier, und ich konnte ihre Hand zwischen meinen Beinen spüren, die meinen Schwanz durch die Jeans massierte, während ihre heißen Lippen mein Ohr streiften und mir das zuflüsterten, was ich schon wusste:
Ich würde niemals bis zum Ende kommen.

- Für N. -
11.12.07 16:23


Offenes Meer

* Eine Geschichte von Bee>>> *


Hier ist es wie im offenen Meer, jedesmal, jedesmal.
Es ist ein bisschen unheimlich in Oz, weil es xtrem schwer ist, sich nach vorne zu wagen, sich zu zeigen, sich auf das Spiel mit Worten einzulassen - jedenfalls für mich. Ich habe das Gefühl, du siehst mich, beobachtest mich, und es gibt keine Möglichkeit, wie ich mich hier vor dir verstecken kann. Es gibt keine Notwendigkeit, das zu tun, ich weiß...aber es macht mich manchmal unsicher, dass ich sowenig mit Worten kann. Ich kann noch nicht zaubern, aber du sagst, dass es jeder kann, dass es nichts Besonderes ist - dass es nur ein Ort der Seele ist, den man besuchen muss, um sich völlig gehen lassen und Dinge zu Papier bringen zu können, die nur wenig mit einem selbst zu tun haben.
Ja, es ist vielleicht ein bisschen wie Schwimmen im offenen Meer, ganz wie hier...Ausschau zu halten nach etwas, an dem man sich festhalten kann: Ein Treibgut, am Horizont vielleicht ein Stück Land inmitten des Ozeans.
Doch da ist nichts, und genau darin liegt die Hoffnung, wenn ich keine Angst mehr davor habe, in die Sonne zu sehen.

25. März 2007, 15:50 in Oz
18.11.07 11:19


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